Das Salz in der Suppe…

Nach den Politikern, die sich gegenseitig der kompletten Blödheit versichern, sind unsere Wissenschaftler unerbittliche Feinde ihrer Kollegen, wenn es ums Rechthaben geht. Unsereiner hält sich da besser raus, wenn sie sich über die Herkunft eines Intelligenzgens bei Mäusen streiten.

Interessant wird es jedoch, wenn sie sich öffentlich über die Gefährlichkeit des Salz’ in unserem Essen streiten. Bisher galt es als ausgemacht, dass Salz sehr schädlich ist; eine unnötig hohe Dosis jedenfalls. Es steigere den Bluthochdruck, (warnen die Doktoren) und damit die üblen Folgen, vor denen sich jedermann fürchtet. Tatsächlich auch jede Frau in der Küche, die, wie zu hoffen ist, den Herrn Gemahl vor dem Schlaganfall bewahren möchte. Also salzt sie sparsam. Meistens leider zu wenig, wie ich finde. Denn wie sonst käme die Fadheit in unser Essen? Die Salzsparmanie existiert schon lange. Sie beeinflusste den Geschmack der Kinder, welche wiederum – sofern sie Köche wurden – zur Verbreitung des faden Essens beitragen.

Das Resultat ist, dass wir heute lediglich in den Restaurants der Spitzenklasse ein anständig gewürztes Essen vorgesetzt kriegen, weil dort, und nur dort!, Künstler am Herd stehen, die eigene Geschmacksvorstellungen entwickelt und nicht die Ängstlichkeit der guten Mutter geerbt haben.

Jetzt ist Bewegung in die Salzsoldaten gekommen. Ein Teil der künftigen Nobelpreisträger warnt vor zu wenig Salz, weil das ebenso fatal sei wie zu viel. Dazu zitieren sie Testserien, Umfragen und befragen Labormäuse.

Mich haben sie nicht gefragt. Weil meine Klagen über Salzmangel im Essen nicht neu sind, nehme ich an. Denn ich habe schon immer folgende These aufgestellt: Ein Essen sollte so gewürzt sein, dass es Durst macht, damit der Wein richtig zur Geltung kommt.

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  1. Simon |

    Gute Informationen! Ich werde mich damit in Zukunft mehr beschaeftigen! Freue mich auf neue Beitraege!

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