WAR KEIN SCHWEIN

Frau HoffmannHeute ist der bisherige Höhepunkt der diesjährigen Sommerhitze; gefühlte 36 Grad Celsius. Da ist nix mit Kochen und Schlemmen. Nicht einmal die hiesigen Gartenwirtschaften verlocken. Wer benutzt schon seinen Garten, wenn die Vögel vom Hitzschlag getroffen links und rechts aus den Zweigen in die Schwarzwälder Kirschtorte fallen.

Einer meiner stolzen Söhne sah so einen unglücklichen Piep­matz auf das Dach eines Schuppen plumpsen. Mit übermenschlicher Empathie ausgestattet, kletterte er zur Rettung des gefiederten Freundes hinterher – und brach krachend ein. (Doppelter Kieferbruch und andere Beschädigungen schmerzhafter Art).

Dieses Beispiel sollte uns mahnen, zu überlegen, bevor wir Frau Merkel und ihrer Partei zu Hilfe eilen. Außerdem kann es sein, dass der Vogel keiner Hilfe bedurfte, weil ihn kein Hitzschlag traf, sondern die eigene Mutter ihn, der sich als faul und gefräßig erwies, resolut aus dem Nest geschmissen hatte.

Der Grund der Tragödie in dem Berliner Hof lässt sich im nachhinein kaum noch feststellen. Wär’s ein Schwein gewesen oder ein Schornsteinfeger, hätte ein Blick auf das Bio-Certifikat genügt, um uns zu beruhigen. So bleibt die Ungewissheit: Ob es endlich kühler wird?

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  1. Thea |

    War der verletzte Vogelretter etwa Brian? Noch immer trauere ich sehr, sehr seinem schönen Restaurant nach. Zwar kein Promi, war ich doch fast ein Stammgast und habe viele nette Genussfreudige zu ihm geschickt. Immer noch sehr schade. Was macht er heute?

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