DIE ALTE LEIER

Wir haben sie zu oft gesehen und gehört, die große Lügen­parade des Landwirtschaftsministeriums, das sich mit vollem Namen auch Ministerium für die Verbraucherinformation nennt.

Diesen vielversprechenden Namen trägt es seit den Tagen, als die Behörde noch von den Grünen verwaltet wurden, welche erkannten, dass die Aufklärung der Verbraucher nicht nur ein, sondern das wichtigste Ziel der Politik sein müsse.

Weil nämlich der unaufgeklärte Verbraucher garantiert die falsche Wahl trifft. Er wählt nicht nur die falsche Gemüsesuppe, er wählt auch die falsche Partei. So kam es, dass das besagte Ministerium der CSU in die Hände fiel.

Das Resultat ist bekannt: kriminelle Fleischfabrikanten, die Gammelfleisch verkaufen und Betrüger, die Dioxin in Hühnereiern zu verantworten haben, Tierquäler, welche ihre Massenzüchtereien führen wie Tier-KZs, Futterproduzenten, die Kan­nibalismus fördern und Rinderwahnsinn – die Latte der Verbrechen ist bekannt. Was nicht bekannt ist, sind die Namen der Firmen, weil die nach Anweisungen des Ministeriums nicht genannt werden dürfen. Es könnten ja die Verbraucher auf die Idee kommen, die gepanschten, vergifteten und ungenießbaren Produkte nicht mehr zu kaufen. Gott bewahre die Nahrungsmittelgangster vor diesem Schicksal! Lieber gestatten die Behörden den braunen Nazihorden Aufmärsche in den Städten der deutschen Provinz, wo erst vor kaum mehr als einem halben Jahrhundert die Hakenkreuzfahnen aus den Fenstern entfernt wurden.

An diesem Punkt wird sich jeder informierte Zeitgenosse fragen, warum das so ist. Warum sind wir auf diesem Auge blind? Es muss sich um eine genetisch bedingte Augenkrankheit handeln, die gleiche, die es verhindert, dass wir die gefährliche Blindfahrt erkennen, mit der unsere Geisterfahrerin Angelika Merkel die Euro-Baustellen ramponiert.

Der Anlass dieses Verkehrsberichts ist wieder das Verbraucher-Ministerium, dessen Chefin, Frau Aigner (CSU), heute im Bundestag erneut die alten Versprechungen aus der Schublade geholt hat. Dort hat ihr kaum jemand zugehört, geschweige geglaubt.

Da fragt man sich, ob sie vielleicht, indem sie die telefonischen Beschwerden der Verbraucher über ein zur Verstopfung neigendes Teesieb für gebührenfrei erklärt, ob sie damit vom erneuten Auftauchen ihres Parteigenossen KT  zu Guttenberg ablenken will.

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